Wie das DWI (Deutsches Weininstitut) in einer dpa-Meldung berichtet, ist der Weinjahrgang 2011 in Deutschland besser ausgefallen, als weithin viele erwartet haben.
Die vorsichtigen Prognosen beruhen besonders auf die Wetterkapriolen im Wachstumsjahr 2011. Im Mai haben Spätfröste besonders in Württemberg und Franken ihre Spuren hinterlassen. Im September 2011 plagten tennisballgroße Hagelkörner die zur Reife anstehenden Trauben, wie hier auf You Tube eindrucksvoll zu sehen ist. Dadurch sind viele Winzer besonders im Mengen-Ertrag betroffen.
Dank des ab September einsetzenden einzigartigen Spätsommers und dem anschließenden Goldenen Herbst, der sich bis in den November hinein zog, konnten die deutschen Winzer das erwünschte Mostgewicht in den Trauben sammeln und somit einen tollen “Weinjahrgang 2011″ auf die Flasche bringen.
Die deutschen Winzer dürfte der Mengen-Ertrag dieses Jahr sehr viel Freude bereiten, da sie bereits mit dem Jahrgang 2010 große Einbußen aufgrund des recht kurzen Sommers hinnehmen mußten.
Mit einem durchschnittlichen Ertrag 2011 von rund 9 Mio hl liegt Deutschland im Durchschnitt der letzten 10 Jahre. Im Weinjahr 2010 waren es nur 7,1 Mio. hl. Den größten Sprung, so vermeldet das DWI, machte daas Weinbaugebiet Sachsen im Vergleich zum Vorjahr. Hier konnte die Weinmost-Erntemenge nach einer ersten Schätzung um das Doppelte auf 24.000 hl steigen.
Monika Reule, GF des DWI prognostiziert dem deutschen Weinjahrgang 2011 nicht nur im Inland eine große Aufmerksamkeit. Laut Norbert Weber, dem Präsident des Deutschen Weinbauverbandes, erreicht ein großer Teil der Ernte 2011 Prädikatsweinniveau.
Die Konsumenten dürfen sich auf stabile Preise freuen. Den Winzern würde eine Preiserhöhung jedoch in vielen Bereichen Deutschlands zustehen!





