Grüner Veltliner 2011 – faszinierend, vielschichtig und lebendig
Wein ist kein unveränderliches Industrieprodukt, Wein entwickelt eine eigenständige Persönlichkeit!
Grüner Veltliner ist die in Österreich meist angebaute Rebsorte (1/3 der Gesamt-Anbaufläche von ca. 50.000 ha) und ist eine Zufallskreuzung aus Traminer x St. Georgen. Sie ist früh trinkreif und wird deshalb oft im Heurigen getrunken.
Der Volksmund sagt, dass die wohl edelsten Tropfen aus der Wachau, dem Kamptal oder dem Weinviertel (größtes Vorkommen) entstammen.
Jung getrunken präsentiert sich dieser Wein Weiterlesen…
VDP – Grosse Gewächse zeigen im Alter ihr wahre Grösse
Am 28.Januar 2013 habe ich mich nach Hamburg ins Louis C. Jacob aufgemacht, um endlich die 2011er Grossen Gewächse des VDP zu verkosten. Ich war schon sehr gespannt. Zum einen, weil ich seit dem 4.Januar aufgrund einer 14-tägigen Heilfastenkur “auf dem Trockenen saß” und zum anderen hatte ich im Vorfeld sehr viel über diesen Jahrgang gehört.
Weinrallye #58 – Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft – eine Zeitschnecke
Als sogenannter “Newbie” hier bei der Weinrallye freue ich mich, dass ich bereits zum zweiten Mal dabei bin. Und direkt bei einem Weihnachtswichteln. Schade nur, dass unser Gastgeber Thomas Lippert vom Winzerblog seinen Hut (oder sollte ich sagen, seine Flasche) nimmt. Er hat aber versprochen, dass wir ihm bald an anderer Stelle wieder treffen werden. Thomas kenne ich von Begegnungen auf der ProWein und auch als bemerkenswerter Mit-Organisator und Mit-Gastgeber des Vinocamp in Geisenheim.
An dieser Stelle: nur das Beste für Dich, Thomas!
Ich habe vorweihnachtliches Wichteln noch aus meiner Kindheit und Schulzeit in Erinnerung. Das ist definitiv schon lange her. So begab es sich, dass ich googeln musste, um mich mal wieder “upzudaten”!
Ich lese bei Wikipedia: “Wesentlicher Vorteil des Wichtelns ist, dass durch die zufällige Zuordnung von Schenkendem und Beschenktem alle Gruppenmitglieder gleichgestellt werden…”
Zugegebenermaßen wird das sicher etwas schwierig sein, da es sich beim Verkosten von Wein in der Regel um eine oftmals subjektive Beurteilung handelt. Wenngleich ich davon ausgehe, dass alle “Schenker” größte Sorgfalt bei der Auswahl ihrer Geschenke walten lassen.
So bekam ich die Aufgabe meinen Wein an Julia Richter vom Blog German Abendbrot zu senden und durfte im Gegenzug einen Wein von Joerg Utecht vom Blog Utecht schreibt erwarten.
An Julia habe ich sehr mutig einen Wein verschickt, dessen Ausbauweise wohl polarisiert wie kein anderer. Chardonnay im Barrique! Der 2011er Bermersheimer Chardonnay – unfiltered – vom Weingut Peth-Wetz war zudem im neuen Barrique und das über 10 Monate. Hier ist Julias wunderbare Beschreibung dazu…
Mit einem herzlichen Weihnachtsgruß erhielt ich den 2009 Blauer Sylvaner trocken QbA vom Weingut Michael Teschke aus dem deutschen Weinbaugebiet Rheinhessen.
Ich bin immer schnell mit den Fingern in Facebook und habe aus diesem Grund auch meinen Wein im Bild bereits recht früh in die Gruppe gepostet. Daraufhin habe ich dann schon mal im Vorfeld erfahren dürfen, dass es sich hierbei um wohl den “besten Sylvaner weit und breit handelt – zumindest aus dem Rheinhessischen”. Nach meinen Recherchen wusste ich, dass es sich um eine “Zeitschnecke” handelt – was immer das auch sein mag.
Die Geschichte:
Der Betriebsleiter und Kellermeister Michael Teschke (50) übernahm 30-jährig einen landwirtschaftlichen Mischbetrieb und stellte auf Weinbau um. Der Betrieb befindet sich in der 3.Generation und bewirtschaftet aktuell 7 ha am nördlichsten Zipfel Rheinhessens. Rheinhessen ist das größte Weinbaugebiet Deutschlands und gilt seit über 100 Jahren als das größte Silvaneranbaugebiet der Welt.
Martin Teschke gilt auch als Großmeister des Silvaners in Rheinhessen – er führt einen Ökoweinbau ohne Zertifizierung und seine Weine erschließen sich nicht in der Jugend. Aber – sie profizieren von der Reife! Das habe ich bei meinem Wein im Glas deutlich gespürt. Und deshalb bezeichnet man die Weine von Michael Teschke wohl als “Zeitschnecken”.
Hier nun meine Beschreibung und mein Fazit:
2009 Blauer Sylvaner trocken QbA
Weingut Michael Teschke
Rheinhessen, Deutschland
Alkohol 12,5% vol.
In meinem Glas zeigt sich ein Wein von strahlender, heller goldgelber Farbe mit wässrigem Rand, welches auf Jugend deutet (!?)
In der Nase präsentiert sich mein Wein sauber, mittlere Intensität von fruchtigen Aromen wie Birne und Banane, würzige Noten von Liebstöckel und im langen Abgang zeigt er bittere Noten vom Chicorée. Er wirkt in der Nase kühl und leicht “kreidig”, was ich auf die Bodenbeschaffenheit zurück führe. Auch in der Nase wirkt er wiederum jugendlich (!?).
Am Gaumen trocken, von einer lebendigen Säure begleitet, mit ausgeprägter Mineralität, spritzig, mittlerer Alkohol, schlanker Körper, gewürzig, Birne, Apfel, Banane, Chicorée – alles frisch und jugendlich (!?). Im langen Abgang finde ich noch Anklänge von Bittermandel…
Mein Fazit: Es handelt sich hier um einen guten bis sehr guten Sylvaner mit einer ausgewogenen Balance von Säure, Alkohol und Restsüsse. Finessenreich und eine beeindruckende Mineralität.
Jetzt verstehe ich langsam, warum es sich hier um eine “Zeitschnecke” handelt. Ich beschreibe einen Wein, der eigentlich auf einen neuen Jahrgang schließen lässt – auf dem Etikett steht jedoch “2009″.
Dieser Wein hat zwar Trinkreife, aber auch noch einige Jahre vor sich. Die Lagerfähigkeit schätze ich auf 3 Jahre aufgrund seines sehr guten Säuregerüstes. Einen “day after” gab es schließlich auch und der Wein hat sich dabei prächtig entwickelt. Auch das für mich ein Zeichen, dass er noch einige Jahre Spaß machen wird.
Meine Speisenempfehlung: eine gut gemachte Schlachte-Platte auf sehr hohem Niveau. Gerne würde ich ihn auch zur Spargelzeit nochmals aus dem Kühlschrank holen. Der Spargel darf durchaus von einer kräftigen Hollandaise mit feiner Säurenote begleitet werden. Aktuell hätte ich ihn auch zu meinem Thunfisch-Carpaccio am Heiligen Abend getrunken
Ein Credo des Kellermeisters lautet: “Weinbau hat was mit Liebe zu den Pflanzen zu tun, es geht nämlich nicht nur um den schnöden Ertrag!”
Diese Philosophie schmeckt man zumindest in dem mir geschenkten 2009er Blauer Sylvaner!
Danke an den Großmeister und danke an Joerg Utecht
ps: Wer sich fragt, warum Silvaner und Sylvaner – es handelt sich um die alte Schreibweise des Silvaners und ist auch heute noch im Elsass so üblich. Michael Teschke erntet die Trauben von mehr als 40 Jahre alten Rebstöcken und nimmt dazu gerne wieder alte Traditionen auf!
pps: Habe den Winzer angerufen und lange mit ihm gesprochen – es handelt sich um den Basis-Sylvaner und kostet 5,90 € ab Hof! Da zeigt Deutschland mal wieder, wieviel Genuß zu bezahlbaren Preisen in die Flasche gebracht wird
Weitere Beiträge zur #Weinrallye #58
http://cucina-casalinga.blogspot.de/2012/12/wein-attention-chenin-mechant-2011.html

Ganz schön gefordert…!
Grauburgunder (Auslese) 2010 vom Weingut Clauser, Heidelberg

Sag beim Wichteln leise Servus
Domaine Saint Préfert, Châteauneuf Du Pape, 2010, Südfrankreich

“Wine Rotation”
Weingut Rheinterrassenhof: Guntersblumer Bornpfad, 2011. Silvaner, trocken
Wir unterbrechen die laufende Stille…
Abadia Retuerta: Pago Valbellon, Cabernet Sauvignon 2009
Vino de la Tierra de Castilla y Leon

Mosto Cotto

Gute Alternative zum Sauternes oder Monbazillac
Weingut Weingart: Bopparder Hamm Feuerlay, 2011, Riesling Auslaes

Mir wurde das Glück zutei…
Gasthof Goldene Krone: Iphöfer Kronsberg 2009, Weisser Burgunder Spätlese


Dankbarkeit
Weingut Günther Steinmetz: Graacher Himmelreich, 2007, Spätburgunder Auslese

Es gibt Rotweinfondue
Grenzhof Fiedler: Leitaberg vom Mörbischer Goldberg, 2009, Burgenland
Fröhliche Wei(h)nachte(l)n
Schloss Westerhaus: Chardonnay & Weißer Burgunder, 2011
Weingut Karlo Kappesser: Riesling Engelstädter Römerberg, 2010
Joh. Bapt. Schäfer, Scheurebe, 2011, Nahe

Kultwein im Haus
Gantenbein: Chardonnay. 2005, Fläsch, Schweiz
Weinrallye – Foodpairing #57 – Wein zum Essen
Gastgeber der heutigen Weinrallye ist 180° – Susanne Werth-Rosarius
Dies ist meine Lieblingskarikatur zu diesem Thema und ich setze sie auch immer an den Anfang meiner Seminare „Harmonie von Wein & Speise“
„Foodpairing“, „Harmonie von Speise & Wein“, „Vermählung von Speise & Wein“, das „Zusammenspiel von Speise & Wein“ – für mich haben alle diese Titel den einen Fehler: Der Wein muss an den Anfang!
Nicht die Speise verändert sich in Verbindung mit dem Wein – der Wein verändert sich in Verbindung mit der Speise! Und diese Erkenntnis ist die wichtigste Voraussetzung für eine perfekte „Allianz von Wein & Speise“.
Gerne gehe ich in meinen Weinkeller und überlege mir, auf welchen Wein ich Lust habe. Und dann beginne ich mir Gedanken zu machen über die Speise. Nun ist mein privater Weinkeller nicht sehr gut sortiert. Ich gestehe, ich habe überwiegend gereifte Rieslinge. Leider habe ich erst Mitte der 90er Jahre mit dem Thema Wein begonnen und somit die Sammelleidenschaft spät entdeckt. Dennoch – so manches Schätzchen versteckt sich dort!
Da ich beruflich mit Wein in hohem Maße konfrontiert bin, kann ich ab und an dann auch in den „Büro-Weinkeller“ steigen und finde dort schon eine grössere Sortenvielfalt vor.
Viele Menschen haben sich Gedanken über mein Lieblingsthema „Harmonie von Wein & Speise“ gemacht. So Erwein Graf Matuschka-Greiffenclau (ehemals Werbechef von Olivetti), der 1977 Schloss Vollrads übernahm und sich darüber ärgerte, dass ausländische Weine in der Gastronomie erfolgreicher waren als deutsche Weine. Und darüber hinaus zur Kenntnis nahm, dass französische Weine perfekte Speisebegleiter waren. So hat er sich gleich mit dem Chefkoch vom „Grauen Haus“ in Oestrich-Winkel (Rheingau) an die Arbeit gemacht und die kulinarischen Versuche sogar schriftlich festgehalten. Viele seiner Erkenntnisse haben noch heute Aktualität und er hat natürlich seinerzeit schon viele Genießer damit beeindrucken können.
Zeitgleich machte sich der damalige Leiter des Weinbauverbandes Baden, Dr. Werner Schön Gedanken um die „Allianz von Wein & Speise“ und war gemeinsam mit Franz Keller vom „Schwarzen Adler“ dafür verantwortlich, dass aus dem süßlich, opulenten Ruländer ein trockener, eleganter Grauburgunder wurde.
Und das reicht bis in die heutige Zeit. Viele sogenannte „Genuss-Botschafter“ arbeiten an diesem Konzept! Ein für mich passendes Zitat kommt von unserer Luxemburger Sterneköchin Lea Linster: „Eine falsche Kombination zwischen Wein und Speise ist ein ähnliches Erlebnis, als wenn Sie sich die Zähne putzen und anschließend versuchen, Champagner zu trinken…“
So gibt es Faustregeln, die sollte ein jeder beachten. Nicht dogmatisch, aber dem Genuss förderlich und zuträglich! Meine besten Kreationen auf diesem Gebiet – und ich traue mich da was! – habe ich heute noch am Gaumen.
In dieser Zeit werden die häufigsten Fehler gemacht! Gänsebraten und Wein! Die allermeisten sagen, da muss ein kräftiger, alkoholschwerer „Roter“ her. Nein bitte nicht! Ein jugendlicher Pinot Noir, gerbstoffreich, mit Fruchtaromen und säurebetont lässt die Gans zwar nicht gerade wieder leben, aber steigert den Genuss ins Unendliche!
Der grö
bste Fehler wird wohl beim Thema „Käse & Wein begangen. So sind die allermeisten immer noch der Meinung, dass zum Käse „immer“ ein Rotwein gehört. Auch mit diesem „Vor-Urteil“ sollten wir aufräumen. Der hohe Salzgehalt der allermeisten Käse braucht Weißwein – etwas Süße und filigrane Säure. Milcheiweiße und Tannine bilden keine Harmonie. Eine schöne Ausnahme bildet da der gereifte Parmesan: der mag als Begleiter sehr gerne gerbstoffreiche Rotweine!
Dankbare „Weinbegleiter“ sind Pilze! Sie bilden Brücken und passen immer. Denn mit fetthaltigen Saucen passen sie vorzüglich zu Barrique gereiften Weißweinen und puristisch oder mit einer kräftigen Sauce zubereitet, munden sie zum reifen Rotwein.
Letztlich sollte der gemeine Genießer aber immer darauf achten, dass die Seele des Gerichtes in der Regel die Sauce ist. Sie bildet den Mittelpunkt einer jeden Rezeptur und ist „Verbindungsglied“ der einzelnen Speisenkomponenten. Die Sauce hat ein Eigenleben und man sollte die geschmacksprägenden Elemente bei der Kombination mit Wein immer bedenken!
Nun eines meiner Lieblingserlebnisse zum Thema „Harmonie von Wein & Speise“:
Ich erinnere mich gerne an Ostern 2012. Wir fuhren mit unserem VINALIA-Genussmobil an die deutsche Nordseeküste nach Büsum. Ich koche nicht oft und gerne an Bord des Mobils, aber diesmal habe ich mich gut vorbereitet. Lust hatte ich auf „Weiß“ und Lust hatte ich auf Lamm. Nun, Lamm und Rotwein ja – aber Weißwein? Dann habe ich überlegt: Ich mag Lamm gerne puristisch zubereitet, mit Röstaromen, ohne viel Schnick-Schnack – allenfalls Rosmarinkartoffeln und evtl. noch Zucchini-Gemüse. Wichtig sind für mich die Gewürze und das Öl. Ich habe NUR Gewürze von Ingo Holland und demnach natürlich feinstes Fleur de Sel, aromatischer Pfeffer und auch sonstiges. Beim Olivenöl bediene ich mich z.Zt. sehr gerne bei Stephan Uhlenbusch von „Nur Gutes“ – ein natives Olivenöl aus der 1.Kaltpressung, Herkunft Kreta.
Wer mich kennt weiß, dass ich bekennender Verfechter deutscher Weine bin und in diese Richtung ging dann auch meine Weinvorstellung. Ich mag Grauburgunder und ich mag Nahe. Ich mag Barrique gereifte Weißweine und ich mag da besonders auch den
Windesheimer Rosenberg
Grauburgunder „R“ trocken QbA 
Weingut Sinß von der Nahe
www.sinss.de
Den habe ich unter der Rubrik „Lieblingsweine“ auch in meinem privaten Weinkeller. Windesheim ist im ürbigen für seine gute Burgunderlage bekannt!
Es mußte noch eine Alternative her! Und ganz versteckt, fast vergessen, bemerkte ich dann einen
2000 VINUM OPTIMUM
Traminer Auslese
Weingut Rudolf Rabl aus dem Kamptal/Österreich
Heute würde ich auch diesen Wein dazu trinken wollen:
In diesem Jahr habe ich die Cuvée Fleur vom Weingut Weegmüller (b.e.w-Winzer) kennen und schätzen gelernt – meine Weinbeschreibung dazu finden Sie hier
Das Fazit dieses kulinarischen Exkurses war, dass der Grauburgunder keine Harmonie zum Essen bildete. Der Wein wirkte stahlig und unharmonisch. Ein kulinarisches Highlight bildete dagegen der gereifte Traminer. Er war der perfekte Speisenbegleiter. Dieses Erlebnis lehrt, dass gerade das Zusammenspiel von Wein & Speise nicht dogmatisch gesehen werden darf! Es gibt entscheidende Faustregeln, die den Genuss erleichtern – aber das „probieren“ im Glas und am Herd sollte NIE zu kurz kommen.
Als Schülerin von Guy Bonnefoit und leidenschaftlicher Leserin der Bücher von Christina Fischer zu diesem Thema bin ich auch recht mutig, was die Kombinationen betrifft. So sind meine Seminarteilnehmer auch immer wieder erstaunt, welche unvorstellbare Harmonie gebildet werden kann. Und so mancher Weinkenner und Weinliebhaber entdeckt über diese „Experimentierfreudigkeit“ Rebsorten, die er solo im Glas ablehnt!
In diesem Sinne wünsche ich allen Genießern viel Freude an diesem Thema…
Moselsteillagen gut vertreten auf der VINALIA 2012 in Hannover
haben wir auch in diesem Jahr auf der VINALIA 2012 in Hannover einen guten Querschnitt über das Weinbaugebiet Mosel zu bieten.
La Mosella, wie sie von unseren französischen Nachbarn liebevoll genannt wird oder in Luxemburg Musel, entspringt in den Vogesen und mündet in den Rhein. Die Mosel-Winzer bewirtschaften ca. 9.000 ha im Qualitätsanbau. Davon rund 3.500 ha Steillage mit einem Gefälle von mehr als 30% – meist am Moselufer gelegen. Diese reichen von Trier bis Koblenz und hier spielt besonders die Ausrichtung der Rebberge eine wesentliche Rolle.
Die Produktionskosten in den Steillagen gehören zu den höchsten in Deutschland. Der engagierte Winzer benötigt der pro Hektar fast 3-mal so viele Arbeitsstunden wie in den Flachlagen. Hier ist nur Handlese möglich.
Riesling spielt schon immer eine wichtige Rolle in diesem Gebiet. Waren es noch in den 50er Jahren 90% – liegt der Anbau heute bei ca. 60% mit steigender Tendenz.
Der Moselriesling ist bekannt durch seine fruchtige Weinsäure die den vorhandenen Restzucker gerne ausgleicht. Frische Kabinett-Rieslinge sind einzigartig hier und gehören zu Recht zu den großen Glanzpunkten der Welt. Hier werden Spitzenerzeugnisse mit internationaler Beachtung produziert. Feiner Riesling ist individuell und nie in großen Mengen erhältlich.
Die Landschaft ist relativ dünn besiedelt und die meisten Arbeitsplätze befinden sich im Weinbau.
Besonders haben die Römer dieses einzigartige Weinbaugebiet Deutschlands geprägt. Um 50 v. Chr. zog Julius Cäsar gegen Gallien in den Krieg und kam auf dem Weg dorthin durch das Moseltal. Um 15 v. Chr. Gründeten die Römer Augusta Treverorum (heute Trier). Trier war im 4.Jh. Regierungssitz im Weströmischen Reich.
Unser Tip für die Besucher der VINALIA im Alten Rathaus Hannover am 27./28.Oktober 2012:
Unbedingt auf Erzeugerabfüllung achten – die Weingüter bieten einen sicheren Weg eines guten und feinen Weines. Selbst große „Lagennamen“ bieten nicht die Garantie für einen guten Wein! Die Qualitätsstufen reichen von QbA bis Eiswein und TBA (Trockenbeerenauslese). Ausgebaut werden sie von trocken über fruchtsüß, feinherb bis hin zu edelsüß!
Deutschland erlebt zurzeit durch junge, qualitätsorientierte WinzerInnen und KellermeisterInnen einen erneuten Aufschwung!
Erwähnenswert ist auch die ständig wachsenden Zahlen der roten Rebsorten zu beachten: allen voran der Spätburgunder!
World Class Distillery – auf der VINALIA 2012
Die Fruchtbrennerei Tinnauer zählt zu den besten der Welt und das hat sie in diesem Jahr ieder seher eindrucksvoll bewiesen. Gleich vier Goldmedaillen holte sie bei den World Spirits Awards 2012: der Familienbetrieb aus der Südsteiermark räumte gleich vier Goldmedaillen, eine Silbermedaille sowie einen Sortensieg und darf sich auch wieder als “World Class Distillery” rühmen.Hier auszugsweise die Kostnotizen der international besetzten Experten-Jury:
Die vier Musketiere aus dem Rheingau
So, das war sie nun – die Verkostung der „Vier Musketiere“ – wie Frank R Schulz vom Deutschen Weininstitut sie einmal auf Facebook nannte!
Auf was ich mich da einließ, als ich das Probenpaket bestellte, war mir nicht klar. Ich war neugierig aufgrund der „Sensationsbeschreibung“ von Mario Scheuermann http://weinreporter.posterous.com/die-ress-kollektion-2011. Gehört hatte ich zuvor, dass Stuart Pigott diese Weine bereits in der FAZ als Ausnahmeweine bezeichnete und Manfred Klimek, CaptainCork hat sich geärgert, dass er in der Zeitschrift „Die Welt“ nicht der Erste war mit seiner Veröffentlichung http://www.captaincork.com/Weine/Dirk-Wuertz-Balhasar-Ress-Rieslinge-Nussbrunnen-Berg-Rottland-2011-Kaufempfehlung. Also, ziemlich großer medialer Auflauf für einen Winzer und seine Weine. Weiterlesen…
Weingut Schwarzl – auf der VINALIA in Hannover
Das Weingut Schwarzl liegt in ruhiger Lage an der Südsteirischen Weinstraße auf einer Seehöhe von 450 m am Ottenberg bei Ratsch an der Weinstraße. Neben der hoher Weinqualität bietet das Weingut auch 5 Gästezimmer für einen erholsamen Urlaub.
Das Weingut
Die Weingärten werden mit großer Rücksicht auf die Natur bewirtschaftet. So werden unter klimatisch idealen Bedingungen gebietstypische Weine ausbauen. Die Weingärten werden durch intensive Handarbeit gepflegt. Tradition und Erfahrung mit zeitgemäßer Technik führt das Weingut jährlich zum Erfolg.
Im Keller wird mit moderner und schonender Verarbeitung höchste Qualität erzielt. Vom klassischen Ausbau im Stahltank bis zu reifen Tropfen aus großen Holzfässern und Barrique.
Überzeugen Sie sich von der Qualität der Produkte bei einer Verkostung auf der VINALIA 2012 in Hannover am Gemeinschaftsstand “Steiermark”!
Im Angebot finden Sie ein vielfältiges Sortiment an weißen, sowie roten Qualitätsweinen, Schaumweinen, Edelbrände und das steirische Kürbiskernöl.
Die Gästezimmer
Das Weingut Schwarzl bietet Ihnen die besondere Atmosphäre eines Urlaubes inmitten der Weingärten.
In ruhiger Lage und doch im Mittelpunkt der Südsteiermark.
5 liebevoll gepflegte Gästezimmer mit Doppelbetten, DU/WC/Sat-TV und einem reichhaltigen Frühstück.
Eine gemütliche Bauernstube, gehobene Weinkultur und romantische Weingärten mit idyllischen Wein-Wanderwegen erwarten Sie. Entdecken Sie bei einem Erholungsurlaub Ihre ganz persönliche Lieblingssorte!
Gemeinschaftstand “Steiermark” auf der VINALIA 2012 in Hannover
Mit den Betrieben
- Weingut Kögl aus Ratsch a.d. Weinstrasse
- Hirschmugl Domaene am Seggauberg aus Leibnitz
- Weingut Schwarzl aus Ratsch a.d. Weinstrasse und der
- Fruchtbrennerei Tinnauer aus Gamlitz
kann die VINALIA in Hannover in diesem Jahr mit besonders guten Vertretern dieses österreichischen Weinbaugebietes aufwarten.
Wir stimmen Sie mit den nachfolgenden Informationen gerne bereits auf dieses Gighlight der Veranstaltung ein.
Das Weinbaugebiet Steiermark (4.240 ha) – Ein großes Terroir für Sauvignon & Co.
Es gibt sicherlich Weinbaugebiete, in denen wuchtigere und vor allem alkoholischere Weine wachsen. Aber es gibt auf der ganzen Welt keine frischeren, brillanteren und daher auf elegante Weise herkunftstypischeren Gewächse als im Süden der Steiermark.

- © ÖWM / Armin Faber
Damit sind übrigens alle drei steirischen Weinbaugebiete mit ihren unvergleichlichen Spezialitäten gemeint, die alle mehr oder weniger im Süden des Bundeslandes liegen. Im Westen dieses auch landschaftlich einzigartigen Hügellandes dominiert der Schilcher, jener pikante Rosé, der wohl einer der ausgeprägtesten Terroirweine überhaupt ist. Im Sausal und an der Südsteirischen Weinstraße geben Sauvignon Blanc und Muskateller den Ton an, während im südöstlichen Vulkanland neben den beiden der Traminer als echtes Juwel für den Kenner funkelt.
Der am weitesten verbreitete steirische Wein, der Welschriesling, hat mit seinem an grüne Äpfel erinnernden Bukett viel mehr Anhänger, als sich so mancher Weinkritiker träumen lässt.
Wer etwas mehr Körper will, ist mit der Pinot Familie gut beraten. Hier überzeugt der Weißburgunder von kalkreichen Böden mit einem Hauch raffinierter Mineralik. Der Chardonnay, auch Morillon genannt, kann bei aller Frische mitunter schon kräftig ausfallen und wie die besten Grauburgunder (Ruländer, Pinot Gris) auch durch längere Lagerung zulegen.
Der neue Jahrgang wird in der Steiermark traditionell mit dem leichten Junker gefeiert, der Anfang November Premiere hat. Im Frühling kommen die trockenen „Klassik-Weine“ auf den Markt. Auf die großen Lagenweine müssen sich die Weinfreunde in Zukunft länger gedulden. Die steirischen Winzer bauen sie immer langsamer und sorgfältiger aus, damit echte steirische Klasse zur Weltklasse wird.
Gutes Zeugnis für den Weinjahrgang 2011
Wie das DWI (Deutsches Weininstitut) in einer dpa-Meldung berichtet, ist der Weinjahrgang 2011 in Deutschland besser ausgefallen, als weithin viele erwartet haben.
Die vorsichtigen Prognosen beruhen besonders auf die Wetterkapriolen im Wachstumsjahr 2011. Im Mai haben Spätfröste besonders in Württemberg und Franken ihre Spuren hinterlassen. Im September 2011 plagten tennisballgroße Hagelkörner Weiterlesen…















