Chinesen erobern den Ürziger Würzgarten
Also doch, die Asiaten kommen!
Wie ich der Ausgabe VINUM 1|2 entnehme, kaufte ein chinesischer Unternehmer namens Alan Fong, der in Hongkong und anderen Städten mehrere Audiotechnik-Fabriken betreibt, die alte Ürziger Grundschule und wird hier neben einem Audiocenter für hochwertige Musikanlagen auch eine Weinakademie für seine Landsleute einrichten.
Der Ortsbürgermeister nennt dies einen Glücksgriff für die Gemeinde…
Denn schließlich hat sich der chinesische Investor gerade erst vor 23 Jahren in diese Weinlandschaft verliebt!
Das nenn ich mal Leidenschaft und Know-How-Transfer! Und um den Export brauchen wir uns keine Gedanken zu machen!
Premiere am Gaumen…
Zugegeben, als Veranstalterin der VINALIA Weinmessen/Genussmessen haben sich auf meiner Zunge und am meinem Gaumen schon viele gute und weniger gute Tropfen gefunden. Ich glaube auch, die meisten Rebsorten vom Namen nach zu kennen und davon die meisten schon mal getrunken zu haben.
Aber dann kommt immer mal wieder was Neues: Hier der Würzer vom Rheinterrassenhof Wolfgang Janß in Rheinhessen.
Wolfgang Janß ist ein FB-Freund von mir und wir haben mehr oder weniger guten Kontakt. So kam ich denn auch an diesen Wein. Bereitwillig sendete mir Wolfgang eine Flasche
2010 Würzer QbA (Cuvée aus Würzer und Gewürztraminer)
Feinherb 12% vol.
und eine 2009 Würzer Beerenauslese.
Wikipedia sagt zum Thema Würzer: Würzer ist eine weiße Rebsorte. Georg Scheu züchtete diese Sorte im Jahr 1932 an der Landesanstalt für Rebenzüchtung in Alzey aus einer Kreuzung der Sorten Gewürztraminer und Müller Thurgau. Die Erteilung des Sortenschutzes sowie die Eintragung in die Sortenliste erfolgte 1978. Im Jahr 2007 waren in Deutschland ca. 67 Hektar Rebfläche mit Würzer bestockt, nachdem im Jahr 2001 noch 97 Hektar Rebfläche erhoben wurden.
Der Wein ist rassig, frisch und elegant und hat ein schönes Muskatbukett. Die Bezeichnung Würzer ist ein Hinweis auf seine würzige Art. Nachteilig ist seine Empfindlichkeit in Bezug auf Frost und Chlorose.
ps-wein.de sagt dazu: Kreuzung Gewürztraminer x Müller-Thurgau. Die Würzer ist eine einfache Rebsorte, die vor allem in Rheinhessen angebaut wird. Die Weine sind sehr würzig, oft viel zu würzig, so dass diese Würze schon unangenehm auffallen kann.
Und ich habe folgendes zu sagen:
Der Wein ist von einem intensiven Goldgelb und hat eine komplexe, typische Traminernase. Litschi, gelbe Teerose, Muskat mit vegetabilen Noten von Liebstöckel im Hintergrund. Dazu gesellen sich Aromen von jungen Wallnüssen.
Eine hohe Viskosität deutet auf Extrakt und Alkohol.
Am Gaumen sofort eine feine, gut strukturierte Säure, die Aromen in der Nase bestätigen sich und jetzt kommt auch der Kreuzungspartner Müller-Thurgau mit angenehmen grünen, bitteren Noten zur Geltung. Die deutlich spürbare Mineralität verbindet sich sehr gut mit der Säure und einer angenehmen Restsüsse.
Ein langer Nachhall wird von den jungen grünen Wallnüssen begleitet.
Dem Wein gebe ich aufgrund seiner Säurestruktur noch gute 3 Jahre. Ich glaube aber, dass er momentan den meisten Spaß bringt.
Essen möchte ich gerne dazu eine Schlachteplatte – aber bitte auf hohem Niveau. Z.B. Bernhard Pawis aus dem Saale-Unstrut-Gebiet serviert zu seinem Müller eine edle Schlachteplatte.
Bei meiner Verkostung habe ich auch den Delice d’argental probiert. Auch das ist eine feine Variante.
Heute habe ich auf Facebook ein Getränk zu einer (hoffentlich guten) Linsensuppe diskutiert. Jetzt kann ich mir diesen Wein auch gut dazu vorstellen.
In jedem Fall ein gut strukturierter, komplexer Wein. Vorsicht, der hat Suchtpotenzial!
Und ich freue mich auf die Würzer-Beerenauslese. Die kommt Weihnachten dran!
Die Vinalia Wein- und Genussmesse kommt wieder nach Bremen
Am 12. und 13. November wird das Swissôtel Bremen zum Mekka für all diejenigen die, Wein, Genuss und Lebensart schätzen. Das Wochenende steht ganz im Zeichen der Wein- und Genussmesse Vinalia.
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Besucher begeistert vom neuen Standort
Minden, 03.11.2011 – Mit überwältigendem Zuspruch präsentierte sich die Vinalia Wein- und Genussmesse am 29. und 30. Oktober 2011 in Hannover an ihrem neuen Standort: im Alten Rathaus. Die meisten Erzeuger waren persönlich angereist und freuten sich über das enorme Interesse der Besucher. Besonders heimische Weine und Feinkost erwiesen sich als wahre Publikumsmagneten, wie die Vinalia Trophy und das ausgebuchte Riesling-Seminar zeigten.
Gondorf Gäns – Einzellage der Terrassenmosel
„Kennen Sie den?“ Was wie die Einleitungsfrage zu einer neuen Runde von
Herrenwitzen daherkommt, klingt andernorts und zu anderer Zeit noch sinnlicher,
doch ganz und gar nicht anzüglich. Es klingt vielmehr traurig: Wenn zu vorgerückter
Stunde in ernster Runde Flaschen aus den Tiefen des Kellers hervorgezaubert
werden, unansehnlich, mit verblichenen, brüchigen Etiketten, einem Korken, der
den Namen kaum noch verdient, und alter, reifer Wein in die Gläser rinnt. Wein
aus Lagen, die längst der Vergessenheit anheimgefallen sind. Weiterlesen…
Wraps-schnell, lecker, vielfältig und unter Umständen auch Gesund
Zutaten
- Wraps
- Frischkäse
- frisches Gemüse wie Paprika, Tomaten, Gurken, Jaromakohl, Zucchini
- Geflügelaufschnitt Weiterlesen…
Besucher begeistert von neuem Standort
Genussgipfel im Alten Rathaus von Hannover
Minden, 03.11.2011 – Mit überwältigendem Zuspruch präsentierte sich die Vinalia Wein- und Genussmesse am 29. und 30. Oktober 2011 in Hannover an ihrem neuen Standort: im Alten Rathaus. Die meisten Erzeuger waren persönlich angereist und freuten sich über das enorme Interesse der Besucher. Besonders heimische Weine und Feinkost erwiesen sich als wahre Publikumsmagneten, wie die Vinalia Trophy und das ausgebuchte Riesling-Seminar zeigten. Weiterlesen…
Das Jahr des Winzers – die Arbeit im Berg
Die Qualität des Weines fängt im Weinberg an. Die Entscheidung „Welche Rebe setze ich auf welchen Boden?“ ist die wohl wichtigste Entscheidung; die Unterlagsrebe spielt dabei ebenso eine wesentliche Rolle. Weiterlesen…
Gebacken mit Engelsgeduld
Im frühen Mittelalter tauchte ein stollenähnliches Gebäck als Fastenspeise – hergestellt fast nur aus Mehl, Wasser und Hefe auf. Eine neue Tradition bildete sich heraus, der Stollen stand jetzt symbolisch für das eingewickelte Christkind. So richtig zu Ruhm und Ehre gelangte der Stollen jedoch erst um späten Mittelalter, als Mönche und Bäcker anfingen, den trögen Teig erst ein Mal mit heimischen Zutaten wie Früchten und später auch noch mit guten Rohstoffen aus dem Morgenland anzureichern.
Auch im Fall des Stollens war das Jahr 1453 ein großer Wendepunkt. Osmanische Truppen eroberten Konstantinopel und bekamen den Handelsweg über Land nach Asien in die Hand. Die Seemacht Venedig verlor ihre Monopolstellung für den Handel auf dem Seeweg auch mit Gewürzen aus Fernost. Diese waren damals selten und teuer. In den Jahren darauf gab es große Entdeckungsfahrten. Das führte zu einem noch nie gekannten Handel mit den Ländern Asiens, was auch die meisten der heute bekannten Stollenzutaten preiswerter machte.
So wurde der Stollen spätestens ab dem 16.Jahrhundert ein echtes Qualitätsprodukt, besonders in Sachsen. Damals buken offensichtlich die Bäcker aus Siebenlehn, einer Kleistadt ei Freiberg im Erzgebirge die besten Stollen. Selbst die Meißner und Dresdner Meisterbäcker riefen eilig die Stadträte an, um die Stadttore von den Siebenlehner Bäcker zu verschließen. So die Geschichte, Legende oder Wahrheit – es wird wohl an allem etwas dran sein.
Fest steht, dass der gute sächsische Stollen auch heute in der Advents- und Weihnachtszeit in vielen Familien in ganz Deutschland einfach dazu gehört.
Und so gehört er auch zur Vinalia Weinmesse / Genussmesse am 29./30.Oktober nach Hannover und am 12./13.November nach Bremen.
Wir freuen uns auch Chris Sauerland mit seinen
- Butterrosinenstollen
- Mandelbutterstollen
- Mailänderstollen (Butterrosinenstollen mit einem Überzug aus Kuvertüre & Fettglasur)
- Mohnstollen
Alle Stollen werden bei ihm noch in echter handwerklicher Qualität gebacken, ein kleiner Betrieb ohne Fließbandarbeit.
Wir freuen uns darauf …
Meine Weinverkostung – Soave DOC
Verkostet wurde am14./15.10.2011 
2010 Soave DOC Classico
Weingut PRA Monteforte d’Alpone
Venetien, Italien – 13% vol.
Soave ist eine kleine Stadt in der Provinz Verona der Region Venetien und hat ca. 7000 Einwohner. Die Stadt ist umgeben von einer komplett erhaltenen Stadtmauer mit 24 Türmen. Das Stadtbild wird beherrscht von einer Scaligerburg (diese Burgen werden mit einer speziellen Form von Zinnen geschmückt. Diese Zinne wird aufgrund ihrer Form Schwalbenschwanzrinne genannt).
Das Gebiet Soave hat DOC-Status und liegt im Weinbaugebiet Venetien. Der Name geht angeblich auf die Schwaben zurück, die sich hier im Mittelalter niederließen. Er ist aber auch ein Synonym für sanft und lieblich, was den Charakter des mengenmäßig bedeutendsten Weines Venetiens beschreibt.
Mein Soave im Glas wächst an steilen Süd-/Südwesthängen in einer Seehöhe von 250 m ü. NN.
Hier dürfen die Weine die Zusatzbezeichnung “Classico” tragen. Soave-Weine müssen mindestens 70% aus der Garganega-Traube gemacht sein, 30% im beliebigen Verschnitt Chardonnay, Pinot Bianco und Trebbiano di Soave.
Ein helles goldgelb strahlt mir entgegen mit einer hohen Viskosität. Wen wunderts, bei 13% vol. Alkohol?
Die Nase ist zunächst verhalten, leicht buttrig, cremig – ich vermute das macht der Chardonnay im Wein. Leichte zurückhaltende Mandarine-Aromen.
Am Gaumen eine mineralische, bittere Note, Mandel, Mandarine – das Ganze von einer saftigen Säure begleitet. Karamellisierte Ananas und Grapefruit, ätherische Öle im Abgang.
Ich merke dann, mein geübter Gaumen ist leider durch eine Kürbissuppe vorweg so belegt, dass ich den Wein wieder in den Kühlschrank stelle. Ich werde mich damit gleich am Sonntagmorgen um 10 h beschäftigen.
Meinem Vorhaben bleibe ich treu, zumal am Morgen Zunge und Gaumen noch unbelastet sind. Außerdem fängt ein Sonntagmorgen bei einem solchen Wein doch wohl sehr gut an.
Das Bouquet hat sich entwickelt, es strömt mir bereits beim Schreiben aus dem Glas entgegen. Frisch, sauber, vegetabil, helle Früchte, leichte Gewürznelke – ein facettenreicher Wein.Classico
Am Gaumen Birne, grüner Tee, weiße Holunderblüte, ätherisch wirkend im langen Abgang. Mir läuft das Wasser im Mund zusammen. Dieser Wein ist betörend, berauschend, ein Maul voll Wein am späteren Sonntagmorgen. Fest am Gaumen, konzentriert, mineralisch, würzig. Säure, Mineralität und Alkohol (13% vol.!!!) haben sich gut eingebunden.
Wer mich kennt weiß, dass ich gleich denke: Und was essen wir jetzt dazu? Spontane Antwort: Der Wein braucht eine helle fette Soße mit hellem Fleisch. Ein Vitello Tonnato würde mir sehr gut gefallen. Aber was immer geht: Antipasti – wunderbar! Sehr empfehlenswert *****
Zu erhalten ist dieser Wein beim Aussteller der Vinalia Weinmesse / Genussmesse am 29./30.Oktober 2011 im Alten Rathaus Hannover
Inhaber Gregor Jänecke-Nimptsch
Prüßentrift 85-87
30657 Hannover
Telefon 0511 98436760
Fax 0511 98436761
www.le-sommelier.de
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